Mein Motorrad


Juli 2013


Ein neues Motorrad muss her!

Das und nichts Geringeres galt es nun zu verwirklichen.

Da die Freewind nun auch schon mittlerweile 63.000 Km auf der Uhr hatte, sollte nun etwas Größeres und Schnelleres her. Mein geringer Offroad-Anteil in den letzten Jahren hat gezeigt, dass meine Ambitionen woanders liegen als im Gelände zu fahren. Also sollte die Wahl des neuen Motorrads nicht auf eine Enduro im herkömmlichen Sinne fallen, sondern es musste etwas her, was deutlich straßenorientierter ist. Nach etlichen Überlegungen und häufigen Umentscheidungen, fiel die Wahl nun letzten Endes doch auf die Suzuki DL 1000 V-Strom. Vorher hatte ich auch über eine 650er V-Strom nachgedacht, dann aber gleich wieder verworfen. Mir hat sie einfach zu wenig Leistung und fiel deshalb gleich durchs Raster.


Also gut, suchen wir mal eine V-Strom.


Als ich im Internet die einschlägigen Seiten für Kraftfahrzeuge durchforstete, fand ich schon einige Leckerbissen die mir auf Anhieb super gefielen. Nach einigen Telefonaten dann die Ernüchterung. Fast alle V-Strom´s waren schon versprochen und im Prinzip verkauft oder hatten andere Eigenschaften, auf die ich mich nicht einlassen wollte. „Ärgerlich“ war mir in diesem Moment ein wahres Wort. Pahh, was hab ich mich geärgert… Zu diesem Zeitpunkt wusste ich aber noch nicht, was mich in Kürze erwarten sollte.

Nach 2 Wochen hatte ich einen Käufer für meine geliebte Freewind gefunden und alles nahm seinen Lauf. Als ich die Freewind verkauft hatte, schaute ich gleich noch einmal am gleichen Tag im Netz nach und fand eine DL 1000. Sie stand gar nicht mal so weit entfernt von meinem Wohnsitz. Die Eckdaten machten mich neugierig und zugleich skeptisch. Baujahr 2006 und nur 7.600 Kilometer auf der Uhr. Da muss doch ein Haken sein, dachte ich mir. Aber die Neugier war stärker. Also rief ich einen Freund an und wir fuhren gemeinsam dorthin.

Dort angekommen war ich innerlich ganz aus dem Häuschen. „Die sieht ja aus wie neu. Nein, die ist neu!“ Diese Gedanken schäumten in mir hoch. Natürlich habe ich mir nichts anmerken lassen und mein Pokerface aufgesetzt.

Nach dem ganzen Frage- und Antwortspiel zwischen dem Verkäufer und mir, erfolgte auch noch die Probefahrt und die Preisverhandlung. Danach war der Deal war rasch erledigt. Die Maschine war noch zugelassen und ich konnte sie auch gleich nach Hause fahren. Was ein Spaß.

Herzlich willkommen Frau Strom. Auf eine schöne Zeit mit Dir.

 

Was ist wichtig am neuen Motorrad?


Für die Wahl der richtigen Maschine waren mir einige gravierende Kriterien sehr wichtig.

Es sollte ein Motorrad werden, welches ohne Probleme eine Geschwindigkeit von 180 Km/h erreicht und darüber hinaus noch eine Handvoll Reserven bereit hält.

Die Geländegängigkeit stand nicht zur Diskussion. Vielmehr sollte die Maschine gut beschleunigen, einen guten Windschutz bieten und eine noch bessere Sitzposition ermöglichen. Die Freewind war schon sehr bequem unter den ganzen Enduros, aber die V-Strom übertrumpft dies um Längen. Das große Windschild bietet einen sehr angenehmen Windschutz. Desweiteren hat die V-Strom einen 6. Gang, der mir bei der Freewind immer fehlte. Da ich entgegen der Meinung vieler Motorradfahrer gerne auf der Autobahn fahre, ist der 6. Gang für mich unabdingbar. Bei längeren Fahrten auf der Autobahn gleitet man förmlich dahin, wenn der Overdrive (so heißt der 6. Gang) eingelegt ist. Auf dem Display im Cockpit erscheint ein O/D und man weiß, man befindet sich im letzten Gang.


Was ich auch sehr toll finde ist der Doppelscheinwerfer. Der ist ein richtiger Beamer! Mit ihm ist die Straße bei Dunkelheit bestens ausgeleuchtet. Er kommt schon sehr dicht an die Beleuchtung eines PKW´s heran.

 

Ein weiteres Highlight ist der Motor und seine Charakteristik. Ein V-Motor hat diesen einzigartigen Klang, welchen ich sehr liebe. Außerdem ist er elastischer und verfügt über ein längeres Drehzahlband, was es mir ermöglicht schaltfaul zu fahren. In bergischen Gebieten ging mir das Geschalte mit der Freewind irgendwann tierisch auf die Nerven. Auch im Stadtverkehr musste ich ständig zwischen dem 3. und 4. hin und her wechseln. Das war auch ein Punkt, weshalb ich keinen Einzylinder mehr wollte. Aber im Großen und Ganzen lag es auch daran, dass dem Einzylinder immer so schnell die Puste ausging. Aber fürs Gelände gibt es nichts Besseres.

 

Meine Fazit


Die V-Strom kann bis auf die Geländefahrten alles besser als die Freewind. Selbst der Spritverbrauch ist nur unwesendlich höher, je nach Fahrweise natürlich. Das alleine ist schon nicht zu verachten.

 

Mehr Leistung und mehr Hubraum bei gleichem Kraftstoffverbrauch soll hier nun mein Schlusswort sein.










August 2010


Mein erstes Motorrad


Hier möchte ich Euch mein erstes Motorrad vorstellen.

Es handelt sich dabei um eine "Suzuki XF 650 Freewind" mit 644 cm³ und 48 PS. Mit einem Drehmoment von 51 Nm, kann man schon einiges anstellen. Der Motor wurde schon in der DR 650 verbaut und wurde für die Freewind noch etwas verbessert. Die Leermasse der Japanerin von 180 Kg finde ich sehr gut verteilt. 
 
 
Gebaut wurde meine Freewind im Jahr 1999 in Japan. Die angegebene Höstgeschwindigkeit liegt laut Papieren bei 160 Km/h. Unter guten Bedingungen schafft sie auch etwas mehr. Mit einer Tankfüllung  von brutalen 18,5 Litern, sind Entfernungen von knapp 300 Km zu meistern. Je nach Fahrergewicht und Fahrweise, verbraucht eine Freewind mit ihrem Doppelvergaser zwischen 5 und 6 Liter Super Benzin auf 100 Kilometer. Heutzutage sind natürlich in dieser Kubikklasse deutlich geringere Verbräuche üblich.
 
Die XF 650 ist ein Einzylinder Motorrad und gehört in die Kategorie "Reiseenduro" oder schlicht "Enduro". Sie ist somit keine Rennmaschine und das ist auch gut so, denn dafür wurde sie nicht entwickelt. Man kann mit ihr aber trotzdem ziemlich flott unterwegs sein. Da der Schwerpunkt sehr weit oben liegt, macht sie das sehr wendig. Auch im Gelände kann man mit der Freewind viel Spaß haben. Durch die angenehme Sitzhaltung sind, wie auch typisch für Reiseenduros,  längere Strecken problemlos möglich. Man sitzt aufrecht und entspannt. Das entlastet die Handgelenke. Auch die Technik ist solide und gut durchdacht. Was ich auch erwähnen möchte ist, dass die Freewind fast keine Kinderkrankheiten hat. Ich selber hatte nur einmal eine kleine Undichtigkeit am Steuerkettenspanner, der von mir ganz fix abgedichtet wurde. Und die Tatsache, dass der Scheinwerfer öfters mal von innen verstaubt, ist zwar etwas nervig, aber für mich kein Problem. Diese Unannehmlichkeit haben alle Modelle bis Baujahr 1999. Ab der Modellreihe 2000 wurde als Modellpflege ein Linsen-Scheinwerfer verbaut, den ich persönlich extrem hässlich finde. Ansonsten gibt es bei meinem Modell nichts Nennenswertes. Der Motor ist darüber hinaus auch vollgasfest, weshalb man keine Angst bei längeren Autobahnetappen haben muss.


Meine Anbauten:

"MRA" Tourenscheibe
"Nonfango" Kofferträger inkl. Koffer
Bordsteckdose 12 V
Öltemperaturanzeige
Lenkererhöhung 25 mm  (SW-Motech)
Sturzbügel (Hepco & Becker)
Handprotektoren
"Daytona" Heizgriffe
Kühlerschutz aus Edelstahl
Kettenschutz aus Edelstahl
Aluminium Enduro-Lenker


Ich kann bisher nur Gutes von diesem Motorrad berichten, welches zuverlässig und auch im Unterhalt ziemlich günstig ist. Auch mittlere bis große Reparaturen, kann man ganz gut zu Hause selber erledigen. Kleinigkeiten sowieso! 
 
Leider wird die Freewind seit einigen Jahren (2003) nicht mehr gebaut. Danach gab es von Suzuki kein Modell mehr, was einer Reisenduro entspricht, oder was einigermaßen an dieselbige erinnert. Der indirekte Nachfolger ist die Suzuki DL1000 V-Strom, was ich nicht als Enduro bezeichne. Etwas später setzte Suzuki mit der Suzuki DL 650 V-Strom auf eine neue Käuferschicht und verpasste ihr auch ein ABS. Seit 2012 gibt es eine neue V-Strom DL 650 mit einigen Verbesserungen und Modifikationen. Trotzdem kann man die V-Strom nicht wirklich eine  Reiseenduro nennen. Gußfelgen sind an einer Enduro ein No-Go!!! Schade ist nur, dass es für die Freewind, sowie für die DR 650 bislang keinen würdigen Nachfolger mehr gegeben hat, obwohl der Markt danach verlangt. Vielleicht erhört ja Suzuki die Rufe der Kunden und bringt in den nächsten Jahren wieder eine gute Reiseenduro raus. In der 800 ccm Klasse wäre ganz nett.

Und hier noch ein Bild meiner Freewind am Strand auf der Insel Römö (DK).
 










 
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